Meine Geschichte mit dem Sinn, der Suche und dem 5 vor 12

Wie funktioniert die Welt,

wie werden Menschen glücklich?
Wie kann man sorglos und erfolgreich leben?

Das waren Fragen, die mich immer schon beschäftigt haben.

Auch einen spannenden Beruf wollte ich haben, der Sinn macht.

Umwege erhöhen die Ortskenntnisse!

Seit ich denken kann ist und war es mein Traumberuf, Menschen dabei zu unterstützen, ein erfülltes Leben führen zu können.
Wie kann man erfolgreich sein, und doch ein gutes Leben leben?

Ich komme aus einem Unternehmerhaushalt, da war ständiger Stress normal. Mit allen negativen Auswirkungen. Das wollte ich nie wieder und auch anderen Menschen ersparen.

Viele zwischen-Etappen musste ich zurück legen bis ich endlich 1990 in einer Reha Klinik mein berufliches zu Hause fand.

Da konnte ich mich einbringen, gestalten, wachsen. Etwas bewegen!

Und da Ich schließlich nicht nur die Symptome kurieren, sondern an die eigentlichen Ursachen gehen wollte, habe ich viele Fort- und Weiterbildungen gemacht. Die brachten mir Sicherheit in meinem Tun.

Ja, die habe ich aus eigener Tasche bezahlt und in meiner wenigen Freizeit gemacht. Skeptisch beäugt von der Leitung und den Kollegen. Wo will die denn noch hin?

Einfach war etwas anderes, aber ich konnte die Arbeit für mich viele Jahre als sinnvoll und erfüllend finden. Ohne Fleiß kein Preis.
Nicht zuletzt, weil ich stets darauf achtete, durch meine Hobbies (Tanz, Fotografie und Reisen) und andere Projekte für mich einen Ausgleich zu schaffen, selbst nicht zu kurz zu kommen.

Burn-Out? Sinnkrise? Ich doch nicht! Ich habe doch alles im Leben (irgendwie) hinbekommen

Die Veränderung kam schleichend. Strukturelle Veränderungen stellten zunehmend den Sinn der Arbeit in Frage.
Aber noch dachte ich, ich könnte mich damit arrangieren und durch verstärkten Einsatz oder andere Maßnahmen die Situation verändern.

Dass dies nicht so wirklich funktionierte merkte ich erst, als ich die Freude an meinen meist selbst geplanten Reisen verlor.
Wenn ich für das, was mir immer wichtig war, nicht mehr genügend Energie habe, dann läuft etwas schief.

Wirklich wahrhaben wollte ich es nicht, aber ich merkte, dass ich über einer Alternativen nachdenken sollte. Tja, aber welche?

Egal wo ich mich umschaute, wäre ich vom Regen in die Traufe gekommen. Also doch über einen wirklichen Neuanfang nachdenken?

Anlass war eine Reise auf die kapverdischen Inseln, die viel bei mir ausgelöst hat.
Über einen Urlaub, eine geführte Wanderreise, Menschen wieder einen Weg zu sich finden zu lassen, ja fühlte sich gut an.

Das war die Idee für ein neues Konzept.
So entstand „Der kleine Jakobsweg auf Kapverde“.

Einfach raus aus dem Hamsterrad! Und in ein selbstbestimmtes Leben. Erlebnisorientiertes Wandern in der inspirierenden Natur von Kapverden. (an der Elbe auch)

Ja, so will ich selbst leben.
In der Sonne von Santo Antao, ohne Stress und mit herzlichen Menschen um mich!
Mit Musik, die ins Herz und in die Beine geht.

Und das anderen Menschen ähnliches ermöglichen!

Diese Perspektive lenkte mich von der zunehmend nervigen Arbeit ab, gab neue Impulse, auch wenn die Arbeit dann bis in die Nächte hinein weiter ging.

So baute ich nebenbei eine eigene Praxis auf und begann in die Öffentlichkeit mit dem Thema „Erfolg und entspanntes Leben“ heraus zu gehen. Es beseelte mich, gab Freude und auch eine neue Herausforderung. Ein 16 Stunden Tag.

Freiheit, ganz allein mein Projekt!

Ich wollte ein eigenes Konzept entwickeln, was wirklich funktionierte, das war es! Mein eigener Chef. Mein eigenes Unternehmen!

Fachlich alter Hase, als Unternehmerin absoluter Frischling.
Ich suchte nach einem Faden, nach plausiblen Konzepten, Methoden, die ich stimmig fand..

So suchte, recherchierte ich bis in die Morgenstunden, nahm die Fragen mit in den meist nicht mehr wirklich vorhandenen Schlaf.
Meine Hobbies und meine Freunde mussten halt warten bis…

Natürlich bemerkte ich, dass die Gedanken nicht mehr so einfach flossen, aber ich stand ja kurz vor dem Durchbruch.

Der kam dann auch, aber anders als erwartet:

Als ich die Stadien des Weges zum Burn-Out durcharbeitete stellte ich anhand der Symptome fest, wie weit ich selbst unten gelandet war. Nichts ging mehr. Gesundheitlich spielte mein Körper auch verrückt.

Wie konnte das passieren?
Ausgerechnet mir? Ausgerechnet bei dem Thema?

Erst kam das Erschrecken, dann ein Gefühl der Peinlichkeit und Scham und dann ein offenes Umgehen mit der Situation, notgedrungen.

Tja, die erfahrungsorientierte Weiterbildung, wie sich Burnout anfühlt habe ich auch erfolgreich bestanden.

Nichts desto trotz musste ich die Reißleine ziehen, nur um fest zu stellen, dass es schon fast zu spät war. Zu sehr hatte ich Raubbau betrieben. Denken, fühlen, Elan haben? Fehlanzeige.

„Nein, Frau Doktor, sorry, aber ich bin nicht depressiv, auch wenn alles danach aussieht. Eher einfach nur total durch.

Ja, sie glaube mir und wollte mir helfen „ „Nein Klinik, Medikamente, Mediation,, passt nicht,… weil“ Sie verstand. .
Auch dass das, was im Netz kursiert nur bedingt Wirkung zeigt.
Sie wusste nicht weiter.
Nun musste ich meine mühsam erworbenen Erkenntnisse alleine an mich anwenden.

Ich fühlte mich wie Münchhausen, der sich am eigenen Zopf aus dem Sumpf ziehen musste. Zwar wirkten sie, jedoch war der Weg hinaus alles andere als einfach und mal eben nicht so schnell wie gehofft. Hätte ich doch blos!

Zunächst ging nämlich fast gar nichts mehr und ich erkannte mich kaum wieder.

Nicht nur vor dem Spiegel. Ich nehme unter Stress zu, egal wie wenig ich esse. Das setzte dem Ganzen auch noch die Krone auf.

Ich schaffte es gerade mal, zu den Terminen zu gehen, die ich gemacht habe, um mich und mein „Unternehmen“ vorzustellen, Netzwerktermine, Unternehmertreffen.

Mit letzter Kraft nach außen die erfolgreiche Coach für Stressprävention.

Und zu Hause? Schlapp und unzufrieden auf dem Sofa. Letzte Reserven aufgebraucht.

Dabei wollte ich doch endlich richtig durchstarten!
Ich war doch 50 geworden!
Und ich hatte doch meinen Traum!

Viele, viele Puzzlesteine hatte ich zusammengetragen, damit es rund laufen kann. Wunderbare Erfahrungen gemacht, dass meine Idee stimmt. Und nun noch „nur“ noch weiter umsetzen. Meine Freiheit.

Irgendwas fehlte. Dass ich es schon hatte, und dies nur als das fehlende Steinchen zu erkennen, das konnte ich damals nicht.

Mein eigener Neustart!
Kapverden, hallo Welt, ich komme! >Ich gebe nicht auf!

Ja, anderen konnte ich gut helfen.

Viele meiner Klientinnen habe ich vor der Klinik bewahrt, sei es psychisch, sei es körperlich, und sie konnten ihren Neuanfang beginnen.

• Die Karin‘s, sich wieder mit sich selbst wohl zu fühlen, ihren Platz finden. Mit einem guten Gewissen Ja zu sich zu sagen und Nein, was ihr nicht guttut. Keine Kompromisse!

• Den Claudia‘s, sich eine berufliche Erfüllung zu schaffen, die genau zu ihr passten. Sie als Chefin mit der Anerkennung und Wertschätzung, die sie verdient

• Den Sabine‘s, ihre Verletzungen zu heilen und mit einem neuen Selbstbewusstsein ihre Erfahrungen in die Welt bringen.

• Und noch ein paar Andrea‘s oder auch einigen Andreas‘ses.

Ihre Freude und Dankbarkeit war wunderbar, einerseits.

Und andrerseits nagte immer mehr in mir die Frage, reicht das an Hilfe?
Und wo bleibe ich als Unternehmerin, die auch von der eigenen Freiheit träumt.

Was hätte ich damals gebraucht, um nicht so lange, nicht so schmerzhaft in der Anstrengung meine Schleifen zu drehen? Alle meine auch sehr teuren bisherigen Kurse und Trainings hatten alle ihre Berechtigung.

Bis mein letzter Mentor, noch einmal alles durchrüttelte und mir half, alles in eine neue Form zu gießen.

Und dann? Passte alles! Es wurde stimmig und fügte alles ineinander. Leicht, wirkungsvoll und nachhaltig.

Meine Herzenzangelegenheit!

Zum ersten Mal nach Jahren fühlte sich das, was ich mache, wieder richtig gut an. So lange hat es gedauert. Aber Umwege erhöhen halt die Ortskenntnisse. Und die gebe ich gerne weiter.

Denn die Freude die wir geben, kehrt ins eigene Herz zurück.
(dieser Satz stand auf Seite 1 in meinem Poesiealbum)

So entstand über Jahre hinaus,
ohne dass es mir so bewusst war,

das 4M-Prinzip.,
die 4 essentiellen Mehrs für ein erfülltes Leben.

Und der Anfang?

Lederstrumpf war als Kind mein Lieblingsfilm:

Neue Länder entdecken
Menschen begleiten auf ihrem Weg ans Ziel
Freundschaften leben
Völker verbinden
sich selbst treu bleiben

so begab ich mich auf meinen Weg
denn,

man kann im Leben nur eins verpassen: und das ist –
sich selbst (mein Motto)